Umfassende Lebensqualität

Klinische Ernährung   Wir sehen es als Selbstverständlichkeit: An einem Tisch sitzen und mit Löffel, Messer und Gabel eine Mahlzeit geniessen. Aber was, wenn das nicht mehr möglich ist? Dann braucht es eine gut funktionierende Kette von Technik, Pharmazeutik und Dienstleistungen.
Hans Wirz



Niemand wird allein gelassen: Wenn der Zeitpunkt der Entlassung aus dem Spital kommt, werden die Angehörigen und alle involvierten Fachkräfte bis ins Detail einbezogen.

Es gibt Angebote und Firmen im Gesundheitswesen, die kennt die Bevölkerung kaum. Die aber unerlässlich sind für eine gute Lebensqualität. Sie verknüpfen sehr anspruchsvolle Produkte mit verschiedenen Dienstleistungen. Diese Unternehmen sind Exponenten und Pioniere des stark wachsenden Trends zu internationalen Leistungsketten. Wir ­haben mit Dr. Dieter Hubmann ge­sprochen. Er ist Geschäftsführer einer solchen vernetzten Organisation in der ­Zentral­schweiz, Fresenius Kabi.


Dieter Hubmann kennt sich aus, wenn es um klinische Ernährung geht:
«Wir sind da für Menschen, für die Nahrungsaufnahme nicht selbstverständlich ist.»

Alles aus einer Hand

Als weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen bietet Fresenius Kabi lebensnotwendige Medikamente und Medizintechnik zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung an. «Unsere Produkte und Dienstleistungen werden in der Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten eingesetzt», so Dieter Hubmann. Zudem betreibt das Unternehmen einen eigenen HomeCare-Service, der Patientinnen und Patienten zu Hause beliefert, instruiert und unterstützt. Bereits wird deutlich, dass sich der Betrieb nicht etwa auf das Angebot hochkomplexer Produkte beschränkt, sondern durch enge, inter­disziplinäre Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern nachhaltige Services entwickelt.

Was ist klinische Ernährung?

Die klinische Ernährung kommt dann zum Einsatz, wenn die Nahrungsaufnahme nicht mehr oder nur unzu­reichend stattfinden kann. «Je nach Gesundheitszustand kann einem Nährstoffmangel mit hochkalorischen Trinknahrungen entgegengewirkt werden» ergänzt Sara Maria Hägi, Verantwortliche des Geschäftsbereichs Klinische Ernährung und Mitglied der Geschäftsleitung. «Falls aufgrund der Krankheit beispielsweise die orale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist, wird enteral über eine Sonde ernährt. Bei nicht funktionstüchtigem Magen-Darm-Trakt setzt man auf parenterale Nahrung, die über eine Infusion verabreicht wird» Damit die lebenswichtigen Nährstoffe in den Körper gelangen, ­kommen technische Geräte zum Einsatz.

Medizintechnik:
Qualität steht im Vordergrund

Ernährungspumpen, Transfusionsgeräte und diverses Zubehör zur Applikation von Nahrung und Medikamenten gehören zu einem wichtigen Produktbereich von Fresenius Kabi. Dieter Hubmann: «Im Sinne der Qualität ist es uns wichtig, nicht nur die benötigten Produkte anzubieten. Wir wollen vielmehr sicherstellen, dass sämtliche Bedürfnisse rund um die Nutzung unserer Geräte ebenfalls erfüllt werden können.» Aus diesem Grund wurde über mehrere Jahre ein eigener Medizintechnikservice aufgebaut. Über die ­Belieferung, Installation und Wartung der ­Gerätschaften widmet sich das Serviceteam sämtlichen technischen Anliegen der Kunden.

Vom Spital nach Hause

Niemand möchte länger als notwendig im ­Spital oder in der Klinik bleiben. «Belegt ist auch, dass Menschen in der gewohnten Umgebung schneller gesunden und sich wohler fühlen», so Sara Maria Hägi. Aus diesem Grund wurde bereits vor über 25 Jahren der hauseigene HomeCare-Service FresuCare gegründet. Die individuelle Betreuung der Patienten durch die in Pflege sowie Ernährungstherapie qualifizierten Mitarbeitenden hat dabei höchste Priorität. «Unser FresuCare-Team macht deutlich, um was es uns in unserer täglichen Arbeit geht – caring for life. Wir wollen für Patientinnen und Patienten da sein, ihren Angehörigen helfen und die Fachkräfte in der Versorgung erkrankter Menschen unterstützen. Es ist eine sinnvolle Aufgabe, die wir ausführen dürfen. Dafür sind wir dankbar.» Denn bei der Spitalentlassung übernimmt der HomeCare-Service als Versorger, Instruktor und Schnittstelle eine zentrale Rolle. Dies als kompetenter Ansprechpartner für die Ver­sorgung zu Hause gegenüber dem stationären Behandlungsteam. 

Mit Flexibilität zum Erfolg

Was im Alltag des HomeCare-Teams an interdisziplinärer Arbeit vorgelebt wird, findet sich auch im Management von Fresenius Kabi ­wieder. Man scheut sich nicht, neue Wege zu gehen. «Wir sind offen, unser Portfolio mit ­innovativen Angeboten zu ergänzen. Das erfordert Neugier, Lernwillen und den Mut, auch mal über den Tellerrand hinauszublicken», fasst Hubmann zusammen. Verdeutlicht wird diese Denkweise beim frischesten Zuwachs in der Produktelandschaft. Dabei handelt es sich um das Eisenpräparat SiderAL. SiderAL ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit sucrosomalem Eisen und ein Produkt, welches die Firma Fresenius Kabi als Distributor vertreibt. Die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die patentierte Formel überzeugen.

Oft sind es Details, die einen unternehmerischen Vorsprung ermöglichen.

Unser Kommentar

Das sind die Ziele von komplexen und trotzdem gut funktionierenden Leistungsketten:

• Patienten Sicherheit bieten in kritischen Situationen, die sich im Gesundheits­bereich ergeben können.

• Qualität über alle Erfordernisse stellen.

• Mitarbeitende, die ihre Verantwortung mit Freude wahrnehmen.

• Die Bereitschaft, neue – branchenüberschreitende – Zusammenarbeit willkommen zu heissen.

• Entwicklung von Dienstleistungen auf Basis real gemessener Patientenbedürfnisse.

• Fortschritt langfristig und nachhaltig planen, gleichzeitig flexibel gegenüber plötzlichen Chancen und Herausforderungen bleiben.

• Sich der Dynamik der Digitalisierung annehmen, in den Köpfen wie in der Arbeit.

Die Entwicklung von branchenübergreifender Ausweitung und Vertiefung ist die Zukunft – immer zugunsten der Bevölkerung mit speziellen Bedürfnissen.